Körperanalysedaten – wie hackbar sind wir geworden?

Der Trend ist klar. Wir wollen immer mehr über unseren Körper erfahren und vernetzen unsere technischen Hilfsmittel miteinander. Smart Home ist längst allen ein Begriff. Das Smartphone wird dabei häufig zum Dreh- und Angelpunkt der Messdaten. Doch sind wir uns auch über die damit verbundenen Gefahren bewusst? Was passiert, wenn wir ausspioniert werden und wie realistisch ist das?

So erheben wir Daten über unseren Körper

Um potentielle Schwachstellen zu finden, müssen wir zunächst in den Alltag der meisten Menschen blicken, die sich für ihren Körper interessieren.

In der Regel ist hier eine Körperanalysewaage ein wichtiger Bestandteil des Prozesses.

Lesetipp: Auf https://www.koerperfettwaage-test.de/ kann mehr über die verschiedenen Modelle und die richtige Messweise erfahren werden.

Eine solche Körperanalysewaage kann, je nach Ausstattung, Informationen über viele verschiedene Bereiche des Körpers bestimmen. Häufig werden diese direkt an der Waage, oder auf dem Smartphone ausgelesen.

Eine Gefahr gehackt zu werden besteht immer dann, wenn die Körperanalysewaage über W-Lan verfügt. Diese Schnittstelle ist ein potentielles Sicherheitsrisiko.
Auch bei dem Überspielen von Daten auf den Computer oder das Smartphone können Daten gestohlen werden. Ist das Empfangsgerät bereits mit einem Virus infiziert, haben es die Diebe oft leicht an die Daten zu gelangen.

Wem nützen die Daten?

Der beste Schutz vor Cyberangriffen ist, dass niemand ein Interesse hat die Daten zu stehlen. Wenn man ehrlicherweise darüber nachdenkt wem die Daten einer Körperanalysewaage nützlich sein könnten, fallen einem spontan die folgenden Personengruppen ein:

  • Hersteller der Waagen
  • Versicherungen
  • Statistikunternehmen

Ob diese ausreichend kriminelle Energie haben um einzelne Haushalte zu hacken, wage ich zu bezweifeln.

Allerdings ist durchaus denkbar, dass die Hersteller der Körperanalysewaagen die gemessenen Daten speichern und anderen Unternehmen zur Verfügung stellen.

Vor allem chinesische Hersteller könnten das tun

Aus vorherigen Skandalen ist bekannt, dass vor allem die chinesischen Hersteller gerne die Daten ihrer Kunden sammeln. Ob das auch in dieser Branche der Fall ist, muss noch geklärt werden.

Schützen kann man sich dagegen nicht. Sobald ein Gegenstand eine Verbindung zum Internet hat, können theoretisch Daten übertragen werden.

Wie wahrscheinlich ist es, dass das passiert?

Meiner Einschätzung nach ist es unwahrscheinlich, dass die Hersteller von Körperanalysewaagen die persönlichen Daten stehlen. Sie würden damit nicht nur ihren guten Ruf verlieren. Es dürfte ihnen schwer fallen die Daten gewinnbringend zu verkaufen.

Es ist jedoch denkbar, dass die Daten genutzt werden, um die eigenen Produkte weiter der Zielgruppe anzupassen. Ein Hersteller könnte beispielsweise auf diesem Wege in Erfahrung bringen, dass beispielsweise überwiegend Frauen mit einem Körperfettanteil von über 30% Geld für eine hochwertige Körperanalysewaage ausgeben. Die zukünftigen Produkte könnten also auf diese Zielgruppe ausgerichtet werden und auch das Marketing wäre auf sie zugeschnitten.